MoniSamira
Wer in die Wüste hineingeht, kommt als ein Anderer zurück (arabisches Sprichwort)
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Marokko - Tour April 2019

Marrakesch - Foum Zguid - Zaouia - Ouarzazate - Marrakesch

Bei dieser Reise machte ich völlig neue Erfahrungen. Aber alles von Anfang an: Zunächst wie üblich, Flug bis Marrakesch mit anschließenden zwei Übernachtungen, Treffen und Besuch von Freunden und Vorbereitungen zur Weiterfahrt mit dem Bus. Dieses Mal mit einem „normalen“ Bus ab Marrakesch vom Bab Doukkala (Busbahnhof). Meine 9-stündige Fahrt führte mich in den Süden Marokkos, über den Tizi n’Tichka-Pass und Ouarzazate nach Foum Zguid, einer Kleinstadt am Rand der Berggipfel der südlichen Ausläufer des Anti-Atlas-Gebirges. Ich wurde von meinem Guide am Bus erwartet und zu meiner Übernachtung begleitet. Am nächsten Tag ging es mit einem Jeep weiter. Wir fuhren durch den ausgetrockneten Lake Iriki, in die Nähe des Tuareg-Dorfes Zaouia Sidi Abd Nabi, in ein Haus auf einem Hügel in Sichtweite des Dorfes. Hier in der Sahara, IRGENDWO im NIRGENDWO, verbrachte ich eine unvergessliche Zeit. Alles war einfach, überwiegend sogar traditionell, ruhig, ohne Stress und weitere Touristen - in einer Gegend mit Sand-, Stein-, Fels-, Kies- und Geröllwüsten. Ein Gebiet zum Wandern, aber auch zum Erkunden der Natur sowie zur inneren Einkehr. Ich habe Menschen (Frauen) kennengelernt, die unter für uns Europäer kaum noch vorstellbaren Bedingungen ihre Familien versorgen und trotzdem eine Zufriedenheit ausstrahlen, die man nur bewundern kann. Die Kinder sind fröhlich, auch ohne Handy, Internet und batteriebetriebener Spielzeuge. Die Männer (stolze Tuareg) verhielten sich mir gegenüber sehr respektvoll, freundlich und zuvorkommend. Ich war inmitten friedliebender Menschen, vom Stamm Elmahazil, Nachkommen des Marabu (Heiliger Mann) Zaouiat Sidi Abd Enabi, die noch in Verbindung mit und zur Natur leben und mit ihrer Heimat und den Traditionen sehr eng verbunden sind. Ich habe in dieser Zeit allein oder in Begleitung dieses Gebiet erkundet und mich jeden Tag, trotz Wärme, Wind, Sturm (einmal sogar mit Gewitter) und der Kühle in der Nacht sehr wohlgefühlt. Das Essen war hervorragend, besonders der Couscous beim Fest zu Ehren des Marabus im Dorf. Ich war während des Festes bei den Frauen und Kindern, wie es Tradition ist. Wir hatten, trotz unterschieldicher Sprachen, viel Spaß und haben sehr viel gelacht. Sogar das Brunnenwasser habe ich vertragen. Und ich habe überlebt, auch ohne tägliche Dusche, täglichen Kleiderwechsel und europäischem Luxus. Schweren Herzens verließ ich das Dorf und verbrachte noch 2 Tage in Foum Zguid. Die Stadt ist Ausgangspunkt der Piste für Allrad- Touren zum Lake Iriki, aber auch weiter über den Erg Chegaga nach M‘hamid und Zagora. Inzwischen hat sich sich eine Infrastruktur mit einfachen Hotels und Souvenirläden entwickelt. Es gibt eine Tankstelle, Post, Bankautomat, Restaurants, kleine Hotels und einen Campingplatz, auch mit Stellplätzen für Caravans. Ansonsten gibt es fast keine Sehenswürdigkeiten von Bedeutung. Aber ein Spaziergang durch die Oase bzw. ein Besuch der alten Kasbah lohnt sich trotzdem. Diese wird seit ca. 2004 nicht mehr bewohnt und verfällt leider. Ich wünschte, dass auch diese Kasbah in den Genuß als Weltkulturerbe der UNESCO käme und somit Gelder für Ihren Erhalt bzw. Sanierung hierher fließen würden. Danke an den netten Ahmed aus Foum Zguid, der mir viel Wissenswertes über den Ort, die Tuareg und ihre Traditionen übermittelte und TANMIRT an seine Familie für die herzliche Gastfreundlichkeit in ihrem Haus. Anschließend fuhr ich mit einem Sammeltaxi nach Taznakht und von dort weiter nach Ouarzazate. Hier verbrachte ich noch 2 Tage, bis ich wieder zurück nach Marrakesch reiste. Fotos…

Mein Fazit zu dieser Reise:

Ich habe für mich ein kleines Paradies gefunden. Die Menschen, die dort teilweise um das Überleben (Arbeitslosigkeit, Armut) kämpfen müssen, werden mich nicht verstehen. Aber ich bin des Luxus und der von uns so sehr gepriesenen „Zivilisation“ so überdrüssig geworden, dass mir dieses einfach Leben viel gegeben hat. Wir alle, die nur materiellen Gütern hinterherlaufen, sollten uns endlich bewusst werden, dass es Wichtigeres gibt! Was ist wichtig?: Wichtig sind nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die der Familie, genug zu Essen und sauberes Trinkwasser sowie ein Dach über dem Kopf. Alles andere ist zwar schön, aber nicht lebensnotwendig!

Hoffentlich gibt mir das Schicksal noch einmal die Chance, hierher, in mein Paradies zurückzukommen! *Insh‘allah*

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Marokko - Tour April 2019

Marrakesch - Foum Zguid - Zaouia - Ouarzazate -

Marrakesch

Bei dieser Reise machte ich völlig neue Erfahrungen. Aber alles von Anfang an: Zunächst wie üblich, Flug bis Marrakesch mit anschließenden zwei Übernachtungen, Treffen und Besuch von Freunden und Vorbereitungen zur Weiterfahrt mit dem Bus. Dieses Mal mit einem „normalen“ Bus ab Marrakesch vom Bab Doukkala (Busbahnhof). Meine 9-stündige Fahrt führte mich in den Süden Marokkos, über den Tizi n’Tichka-Pass und Ouarzazate nach Foum Zguid, einer Kleinstadt am Rand der Berggipfel der südlichen Ausläufer des Anti- Atlas-Gebirges. Ich wurde von meinem Guide am Bus erwartet und zu meiner Übernachtung begleitet. Am nächsten Tag ging es mit einem Jeep weiter. Wir fuhren durch den ausgetrockneten Lake Iriki, in die Nähe des Tuareg-Dorfes Zaouia Sidi Abd Nabi, in ein Haus auf einem Hügel in Sichtweite des Dorfes. Hier in der Sahara, IRGENDWO im NIRGENDWO, verbrachte ich eine unvergessliche Zeit. Alles war einfach, überwiegend sogar traditionell, ruhig, ohne Stress und weitere Touristen - in einer Gegend mit Sand-, Stein-, Fels-, Kies- und Geröllwüsten. Ein Gebiet zum Wandern, aber auch zum Erkunden der Natur sowie zur inneren Einkehr. Ich habe Menschen (Frauen) kennengelernt, die unter für uns Europäer kaum noch vorstellbaren Bedingungen ihre Familien versorgen und trotzdem eine Zufriedenheit ausstrahlen, die man nur bewundern kann. Die Kinder sind fröhlich, auch ohne Handy, Internet und batteriebetriebener Spielzeuge. Die Männer (stolze Tuareg) verhielten sich mir gegenüber sehr respektvoll, freundlich und zuvorkommend. Ich war inmitten friedliebender Menschen, vom Stamm Elmahazil, Nachkommen des Marabu (Heiliger Mann) Zaouiat Sidi Abd Enabi, die noch in Verbindung mit und zur Natur leben und mit ihrer Heimat und den Traditionen sehr eng verbunden sind. Ich habe in dieser Zeit allein oder in Begleitung dieses Gebiet erkundet und mich jeden Tag, trotz Wärme, Wind, Sturm (einmal sogar mit Gewitter) und der Kühle in der Nacht sehr wohlgefühlt. Das Essen war hervorragend, besonders der Couscous beim Fest zu Ehren des Marabus im Dorf. Ich war während des Festes bei den Frauen und Kindern, wie es Tradition ist. Wir hatten, trotz unterschieldicher Sprachen, viel Spaß und haben sehr viel gelacht. Sogar das Brunnenwasser habe ich vertragen. Und ich habe überlebt, auch ohne tägliche Dusche, täglichen Kleiderwechsel und europäischem Luxus. Schweren Herzens verließ ich das Dorf und verbrachte noch 2 Tage in Foum Zguid. Die Stadt ist Ausgangspunkt der Piste für Allrad- Touren zum Lake Iriki, aber auch weiter über den Erg Chegaga nach M‘hamid und Zagora. Inzwischen hat sich sich eine Infrastruktur mit einfachen Hotels und Souvenirläden entwickelt. Es gibt eine Tankstelle, Post, Bankautomat, Restaurants, kleine Hotels und einen Campingplatz, auch mit Stellplätzen für Caravans. Ansonsten gibt es fast keine Sehenswürdigkeiten von Bedeutung. Aber ein Spaziergang durch die Oase bzw. ein Besuch der alten Kasbah lohnt sich trotzdem. Diese wird seit ca. 2004 nicht mehr bewohnt und verfällt leider. Ich wünschte, dass auch diese Kasbah in den Genuß als Weltkulturerbe der UNESCO käme und somit Gelder für Ihren Erhalt bzw. Sanierung hierher fließen würden. Danke an den netten Ahmed aus Foum Zguid, der mir viel Wissenswertes über den Ort, die Tuareg und ihre Traditionen übermittelte und TANMIRT an seine Familie für die herzliche Gastfreundlichkeit in ihrem Haus. Anschließend fuhr ich mit einem Sammeltaxi nach Taznakht und von dort weiter nach Ouarzazate. Hier verbrachte ich noch 2 Tage, bis ich wieder zurück nach Marrakesch reiste. Fotos…

Mein Fazit zu dieser Reise:

Ich habe für mich ein kleines Paradies gefunden. Die Menschen, die dort teilweise um das Überleben (Arbeitslosigkeit, Armut) kämpfen müssen, werden mich nicht verstehen. Aber ich bin des Luxus und der von uns so sehr gepriesenen „Zivilisation“ so überdrüssig geworden, dass mir dieses einfach Leben viel gegeben hat. Wir alle, die nur materiellen Gütern hinterherlaufen, sollten uns endlich bewusst werden, dass es Wichtigeres gibt! Was ist wichtig?: Wichtig sind nicht nur die eigene Gesundheit, sondern auch die der Familie, genug zu Essen und sauberes Trinkwasser sowie ein Dach über dem Kopf. Alles andere ist zwar schön, aber nicht lebensnotwendig!

Hoffentlich gibt mir das Schicksal noch einmal die Chance, hierher,

in mein Paradies zurückzukommen! *Insh‘allah*

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