MoniSamira
Wer in die Wüste hineingeht, kommt als ein Anderer zurück (arabisches Sprichwort)
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Marrakesch

Rote Perle des Südens

Diese ehemalige Königsstadt liegt am Fuße des Hohen Atlas. Marrakesch ist eine pulsierende Metropole, die eine unwiderstehliche Faszination ausübt. Diese viertgrößte Stadt Marokkos liegt in der fruchtbaren Haouz- Ebene am Fuße des Hohen Atlas. Marrakesch wurde 1062 kurz nach der Machtergreifung der Almoraviden auf unbesiedeltem Gebiet als Militärlager gegründet. Die ausgebaute Ansiedlung stieg schnell zur Residenz auf und es begann unter Youssouf Ben Tachfin die Blütezeit der Stadt. Es entstanden viele Moscheen und Paläste. Sein Sohn ließ vor den Toren der Stadt Palmenhaine anpflanzen und die noch heute erhaltene Wehrmauer anlegen. Leider ist aus dieser Zeit kaum noch etwas erhalten, da die Almohaden 1147 die Stadt stürmten und zerstörten. Sie ließen neue prächtige Bauten errichten, so u.a. die Koutoubia-Moschee. Mitte des 13. Jh. begann der Aufstieg der Meriniden-Dynastie und diese verlegten die Hauptstadt nach Fes. Erst mit der Saadier-Dynastie, die Marrakesch 1554 wieder zur Hauptstadt machten, wurde die Stadt wieder zur Metropole. Ende des 17. Jh. wurde unter der Alaouiten-Dynastie wieder Fes zur Hauptstadt ernannt und Moulay Ismail ließ Bauten aus der Saadier-Zeit zerstören. Bis ins 20. Jh. war Marrakesch immer wieder Residenzstadt. 1912 marschierten mit Unterstützung El-Glaouis (Pascha von Marrakesch) die Franzosen in die Stadt ein. El Glaoui beherrschte bis zur Unabhängigkeit 1956 weite Teile des Südens. Mit der Unabhängigkeit Marokkos (1956) verlor er mit Frankreich seinen mächtigsten Verbündeten und musste sich dem Sultan Muhammad V. unterwerfen. Heute ist Marrakesch eine Stadt des Handwerks und des Handels. 1985 wurde die Medina zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Monumente aus der Blütezeit der Stadt und die Souks machen Marrakesch zu einer bedeutenden Königsstadt, gleich nach Fes. Hauptattraktion der Stadt ist der weltberühmte fast mittelalterliche Marktplatz, der Djemaa el Fna (arabisch etwa „Versammlung der Toten / Hingerichteten“). Ein Platz orientalischer Geschichtenerzähler, Akrobaten, Schlangenbeschwörer, Gaukler und Musiker. Er verwandelt sich jeden Abend in ein riesiges Freiluftrestaurant mit unzähligen Garküchen. Leider ist sein alter Charme längst vorbei und er ist inzwischen zu einem Freilufttheater für Touristen geworden. Daran angrenzend findet man die Souks, in denen Händler ihre Waren verkaufen, auch sie sind beliebte Touristenattraktionen. Marrakesch ist nicht nur ein hervorragender Ausgangspunkt für Ziele in der Umgebung, sondern auch Start Ziel für mehrtägige Touren und Rundreisen. Fotos…
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Marrakesch

Rote Perle des Südens

Diese ehemalige Königsstadt liegt am Fuße des Hohen Atlas. Marrakesch ist eine pulsierende Metropole, die eine unwiderstehliche Faszination ausübt. Diese viertgrößte Stadt Marokkos liegt in der fruchtbaren Haouz-Ebene am Fuße des Hohen Atlas. Marrakesch wurde 1062 kurz nach der Machtergreifung der Almoraviden auf unbesiedeltem Gebiet als Militärlager gegründet. Die ausgebaute Ansiedlung stieg schnell zur Residenz auf und es begann unter Youssouf Ben Tachfin die Blütezeit der Stadt. Es entstanden viele Moscheen und Paläste. Sein Sohn ließ vor den Toren der Stadt Palmenhaine anpflanzen und die noch heute erhaltene Wehrmauer anlegen. Leider ist aus dieser Zeit kaum noch etwas erhalten, da die Almohaden 1147 die Stadt stürmten und zerstörten. Sie ließen neue prächtige Bauten errichten, so u.a. die Koutoubia-Moschee. Mitte des 13. Jh. begann der Aufstieg der Meriniden-Dynastie und diese verlegten die Hauptstadt nach Fes. Erst mit der Saadier-Dynastie, die Marrakesch 1554 wieder zur Hauptstadt machten, wurde die Stadt wieder zur Metropole. Ende des 17. Jh. wurde unter der Alaouiten-Dynastie wieder Fes zur Hauptstadt ernannt und Moulay Ismail ließ Bauten aus der Saadier-Zeit zerstören. Bis ins 20. Jh. war Marrakesch immer wieder Residenzstadt. 1912 marschierten mit Unterstützung El- Glaouis (Pascha von Marrakesch) die Franzosen in die Stadt ein. El Glaoui beherrschte bis zur Unabhängigkeit 1956 weite Teile des Südens. Mit der Unabhängigkeit Marokkos (1956) verlor er mit Frankreich seinen mächtigsten Verbündeten und musste sich dem Sultan Muhammad V. unterwerfen. Heute ist Marrakesch eine Stadt des Handwerks und des Handels. 1985 wurde die Medina zum UNESCO-Weltkulturerbe erklärt. Die Monumente aus der Blütezeit der Stadt und die Souks machen Marrakesch zu einer bedeutenden Königsstadt, gleich nach Fes. Hauptattraktion der Stadt ist der weltberühmte fast mittelalterliche Marktplatz, der Djemaa el Fna (arabisch etwa „Versammlung der Toten / Hingerichteten“). Ein Platz orientalischer Geschichtenerzähler, Akrobaten, Schlangenbeschwörer, Gaukler und Musiker. Er verwandelt sich jeden Abend in ein riesiges Freiluftrestaurant mit unzähligen Garküchen. Leider ist sein alter Charme längst vorbei und er ist inzwischen zu einem Freilufttheater für Touristen geworden. Daran angrenzend findet man die Souks, in denen Händler ihre Waren verkaufen, auch sie sind beliebte Touristenattraktionen. Marrakesch ist nicht nur ein hervorragender Ausgangspunkt für Ziele in der Umgebung, sondern auch Start Ziel für mehrtägige Touren und Rundreisen. Fotos…
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