MoniSamira
Wer in die Wüste hineingeht, kommt als ein Anderer zurück (arabisches Sprichwort)
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Marokko - allgemein

Königreich zwischen Meer und Wüste

Marokko (arabisch: al-maghrib) liegt im Nordwesten Afrikas und ist durch die Straße von Gibraltar vom europäischen Kontinent getrennt. Als westlichstes der Maghrebländer grenzt es im Norden an das Mittelmeer, im Westen an den Atlantischen Ozean und im Osten an Algerien. Marokkos Südgrenze ist wegen des Westsaharakonfliktes umstritten. Das Land ist seit 1956 unabhängig und eine konstitutionelle Monarchie (Verfassung von 1992). Es hat knapp 33 Mio. Einwohner, die Hauptstadt ist Rabat. Das Staatsoberhaupt ist König Mohammed VI. Die Staatsreligion ist der Islam. Das Klima Marokkos geht vom mediterranen Klima im Nordwesten bis zum saharisch-kontinentalen im Südosten und Süden. Der Hohe und Mittlere Atlas bilden mit ihrem Hauptkamm die Klimascheide. Auch die Pflanzenwelt ist durch das Atlasgebirge zweigeteilt. Im 2. Jhr. v. Chr. erfolgte die erste Besiedlung des Landes. Es waren die Berber, die in das Land einwanderten. Im 4. Jhr. v. Chr. wurde im Landesinneren das Königreich Mauretanien gegründet. Die zuvor errichtete Handelsniederlassungen gerieten im Jahre 146 v. Chr. in die Hände der Römer. Einige Teile des Landes wurden zwischen 33 vor und 42 nach Chr. in römische Protektorate umgewandelt. Ab 700 kamen die Araber in das Land. Die Bevölkerung wurde, trotz des hohen Widerstandes der Bevölkerung, islamisiert. Aufstände waren an der Tagesordnung. Die Berber versuchten sich mit allen Mitteln gegen die Araber zur Wehr zu setzen. Die Dynastien, die das Land regierten, wechselten und mit ihnen auch die jeweilige Hauptstadt des Landes. Daraus sind die wohl berühmtesten touristischen Ziele Marokkos, die vier Königsstädte, entstanden. Jede von ihnen war zu einer bestimmten Zeit Hauptstadt des Landes. Sie wurden von den jeweiligen Herrschern, der gerade regierenden Dynastie, prunkvoll neu errichtet bzw. ausgebaut: Fes - Hauptstadt der Idrisiden(807-926) Marrakesch - Hauptstadt der Almoraviden (1070-1147) und der Almohaden (1147-1269) Fes - Hauptstadt der Meriniden (1248-1465) Marrakesch – Hauptstadt der Saadier (1554-1659) Fes - Hauptstadt der Alawiden (1666-1672) Meknes - Hauptstadt der Alawiden (1672-1727) Fes - Hauptstadt der Alawiden 1727-1912) Rabat - Hauptstadt der Alawiden (seit 1912) Portugiesen und Spanier begannen ab dem 16. Jhr. an der marokkanischen Küste Stützpunkte zu errichten. Um 1669 kam die noch heute in Marokko herrschende Dynastie der Alawiden an die Macht. Sie befreiten in der Folge die meisten der von Spanien und Portugal besetzten Küstenstädte. Nach der Eroberung Algeriens ab 1830 versuchte Frankreich seinen Einfluss auf Marokko weiter auszudehnen. 1843/44 kam es zum Krieg, der mit einer Niederlage der marokkanischen Truppen endete. In der Folge wurde Marokko zum Zankapfel der miteinander konkurrierenden europäischen Mächte. Auch das Deutsche Reich versuchte zu Beginn des 20. Jhr. gegen den wachsenden französischen Einfluss in Marokko eigene wirtschaftliche und politische Interessen durchzusetzen. Allerdings musste es im Berliner Marokko-Kongo-Vertrag 1911 Marokko als französisches Einflussgebiet anerkennen. Im November 1912 wurde das Land in die Protektorate Französisch-Marokko und Spanisch-Marokko im Norden aufgeteilt. Anfang der 50er Jahre kam es zu wachsenden Unabhängigkeitsbestrebungen und deshalb auch zu Spannungen zwischen dem Sultan und der französischen Protektoratsverwaltung. Im August 1953 verbannten ihn die Franzosen und setzten Muhammad Mulay ibn Arafah als Sultan ein. Daraufhin wurde das Land von einer Welle nationaler Empörung gegen die Fremdherrschaft erfasst. Frankreich und Spanien konnten ihre Protektoratsmacht nicht mehr aufrechterhalten. Die volle Unabhängigkeit von Frankreich und Spanien erlangte das Land 1956. Nur die Enklaven Ceuta, Melilla und Sidi Ifni blieben in spanischem Besitz. Als 1976 Spanien seine Provinz Spanisch-Sahara (Westsahara) in die Unabhängigkeit entließ, teilten Mauretanien und Marokko das Land unter sich auf. Seither belastet der Konflikt um die Westsahara das Land. 1991 wurde ein Waffenstillstand vereinbart. Mit Spanien existieren noch ungelöste Territorialstreitigkeiten über die Exklaven. Marokko ist ein Land der Landwirtschaft und des Bergbaus. Es ist reich an Phosphat; etwa 75 % des weltweit geförderten Phosphats stammen aus Marokko. Inzwischen ist es aber auch zu einem der bedeutendsten Reiseziele Nordafrikas geworden. Wie oben schon erwähnt, sind die wohl berühmtesten touristischen Ziele Marokkos die vier Königsstädte. Aber auch entlang der marokkanischen Atlantikküste gibt es Reiseziele, die man unbedingt gesehen haben muss. So z.B. Essaouira, Casablanca, Agadir, um nur einige zu nennen. Auch dem Süden und Osten sollte man einen Besuch abstatten. Hier gibt es Kasbahs, Stein- und Sandwüsten, Oasen an Flusstälern und tiefe Schluchten sowie den Hohen Atlas, ein beeindruckendes Gebirge. Wer Marokko bereist sollte sich folgendes zu Herzen nehmen: Aus Rücksicht auf die Tradition des Landes und den vorherrschenden Glauben, sollte man unbedingt “ordentlich” angezogen herumlaufen und nicht in Strand- und Badebekleidung. Auch die Herren, die es oft vorziehen “oben ohne” herumzulaufen, sollten sich etwas bedeckt halten. Und man sollte es auf jeden Fall auch unterlassen, Marokkaner direkt und ohne vorherige Erlaubnis zu fotografieren. Oft ist es überhaupt kein Problem, wenn man vorher den Preis (Bakshish) aushandelt. Dies ist meistens, gerade in den touristischen Ballungsgebieten, die einzige Einnahmequelle und sollte toleriert werden. mehr Tipps...
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Übersicht Marokko
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Marokko - allgemein

Königreich zwischen Meer und Wüste

Marokko (arabisch: al-maghrib) liegt im Nordwesten Afrikas und ist durch die Straße von Gibraltar vom europäischen Kontinent getrennt. Als westlichstes der Maghrebländer grenzt es im Norden an das Mittelmeer, im Westen an den Atlantischen Ozean und im Osten an Algerien. Marokkos Südgrenze ist wegen des Westsaharakonfliktes umstritten. Das Land ist seit 1956 unabhängig und eine konstitutionelle Monarchie (Verfassung von 1992). Es hat knapp 33 Mio. Einwohner, die Hauptstadt ist Rabat. Das Staatsoberhaupt ist König Mohammed VI. Die Staatsreligion ist der Islam. Das Klima Marokkos geht vom mediterranen Klima im Nordwesten bis zum saharisch-kontinentalen im Südosten und Süden. Der Hohe und Mittlere Atlas bilden mit ihrem Hauptkamm die Klimascheide. Auch die Pflanzenwelt ist durch das Atlasgebirge zweigeteilt. Im 2. Jhr. v. Chr. erfolgte die erste Besiedlung des Landes. Es waren die Berber, die in das Land einwanderten. Im 4. Jhr. v. Chr. wurde im Landesinneren das Königreich Mauretanien gegründet. Die zuvor errichtete Handelsniederlassungen gerieten im Jahre 146 v. Chr. in die Hände der Römer. Einige Teile des Landes wurden zwischen 33 vor und 42 nach Chr. in römische Protektorate umgewandelt. Ab 700 kamen die Araber in das Land. Die Bevölkerung wurde, trotz des hohen Widerstandes der Bevölkerung, islamisiert. Aufstände waren an der Tagesordnung. Die Berber versuchten sich mit allen Mitteln gegen die Araber zur Wehr zu setzen. Die Dynastien, die das Land regierten, wechselten und mit ihnen auch die jeweilige Hauptstadt des Landes. Daraus sind die wohl berühmtesten touristischen Ziele Marokkos, die vier Königsstädte, entstanden. Jede von ihnen war zu einer bestimmten Zeit Hauptstadt des Landes. Sie wurden von den jeweiligen Herrschern, der gerade regierenden Dynastie, prunkvoll neu errichtet bzw. ausgebaut: Fes - Hauptstadt der Idrisiden(807-926) Marrakesch - Hauptstadt der Almoraviden (1070-1147) und der Almohaden (1147-1269) Fes - Hauptstadt der Meriniden (1248-1465) Marrakesch – Hauptstadt der Saadier (1554-1659) Fes - Hauptstadt der Alawiden (1666-1672) Meknes - Hauptstadt der Alawiden (1672-1727) Fes - Hauptstadt der Alawiden 1727-1912) Rabat - Hauptstadt der Alawiden (seit 1912) Portugiesen und Spanier begannen ab dem 16. Jhr. an der marokkanischen Küste Stützpunkte zu errichten. Um 1669 kam die noch heute in Marokko herrschende Dynastie der Alawiden an die Macht. Sie befreiten in der Folge die meisten der von Spanien und Portugal besetzten Küstenstädte. Nach der Eroberung Algeriens ab 1830 versuchte Frankreich seinen Einfluss auf Marokko weiter auszudehnen. 1843/44 kam es zum Krieg, der mit einer Niederlage der marokkanischen Truppen endete. In der Folge wurde Marokko zum Zankapfel der miteinander konkurrierenden europäischen Mächte. Auch das Deutsche Reich versuchte zu Beginn des 20. Jhr. gegen den wachsenden französischen Einfluss in Marokko eigene wirtschaftliche und politische Interessen durchzusetzen. Allerdings musste es im Berliner Marokko-Kongo-Vertrag 1911 Marokko als französisches Einflussgebiet anerkennen. Im November 1912 wurde das Land in die Protektorate Französisch-Marokko und Spanisch-Marokko im Norden aufgeteilt. Anfang der 50er Jahre kam es zu wachsenden Unabhängigkeitsbestrebungen und deshalb auch zu Spannungen zwischen dem Sultan und der französischen Protektoratsverwaltung. Im August 1953 verbannten ihn die Franzosen und setzten Muhammad Mulay ibn Arafah als Sultan ein. Daraufhin wurde das Land von einer Welle nationaler Empörung gegen die Fremdherrschaft erfasst. Frankreich und Spanien konnten ihre Protektoratsmacht nicht mehr aufrechterhalten. Die volle Unabhängigkeit von Frankreich und Spanien erlangte das Land 1956. Nur die Enklaven Ceuta, Melilla und Sidi Ifni blieben in spanischem Besitz. Als 1976 Spanien seine Provinz Spanisch- Sahara (Westsahara) in die Unabhängigkeit entließ, teilten Mauretanien und Marokko das Land unter sich auf. Seither belastet der Konflikt um die Westsahara das Land. 1991 wurde ein Waffenstillstand vereinbart. Mit Spanien existieren noch ungelöste Territorialstreitigkeiten über die Exklaven. Marokko ist ein Land der Landwirtschaft und des Bergbaus. Es ist reich an Phosphat; etwa 75 % des weltweit geförderten Phosphats stammen aus Marokko. Inzwischen ist es aber auch zu einem der bedeutendsten Reiseziele Nordafrikas geworden. Wie oben schon erwähnt, sind die wohl berühmtesten touristischen Ziele Marokkos die vier Königsstädte. Aber auch entlang der marokkanischen Atlantikküste gibt es Reiseziele, die man unbedingt gesehen haben muss. So z.B. Essaouira, Casablanca, Agadir, um nur einige zu nennen. Auch dem Süden und Osten sollte man einen Besuch abstatten. Hier gibt es Kasbahs, Stein- und Sandwüsten, Oasen an Flusstälern und tiefe Schluchten sowie den Hohen Atlas, ein beeindruckendes Gebirge. Wer Marokko bereist sollte sich folgendes zu Herzen nehmen: Aus Rücksicht auf die Tradition des Landes und den vorherrschenden Glauben, sollte man unbedingt “ordentlich” angezogen herumlaufen und nicht in Strand- und Badebekleidung. Auch die Herren, die es oft vorziehen “oben ohne” herumzulaufen, sollten sich etwas bedeckt halten. Und man sollte es auf jeden Fall auch unterlassen, Marokkaner direkt und ohne vorherige Erlaubnis zu fotografieren. Oft ist es überhaupt kein Problem, wenn man vorher den Preis (Bakshish) aushandelt. Dies ist meistens, gerade in den touristischen Ballungsgebieten, die einzige Einnahmequelle und sollte toleriert werden. mehr Tipps...
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