MoniSamira
Wer in die Wüste hineingeht, kommt als ein Anderer zurück (arabisches Sprichwort)
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Arganöl, das Gold der Berber

Ein Hauch von Orient in Marokko

Nur in Marokko wächst der Baum, aus dessen Fruchtkernen das Arganöl gewonnen wird. Man verwendet es als Speise-, Kosmetik- und Heilöl. Für einen Liter Öl benötigt man ca. 30 kg Früchte, der Ertrag von einem Baum und 12 Stunden Arbeit. Das Arganöl enthält lebenswichtige Fett- und Linolsäuren, Vitamine und Antioxidantien. Es gilt auch sehr verträglich bei Schuppenflechte und Neurodermitis. Es wird daher auch als Haut- und Haarpflege verwendet. Der Arganbaum ( Argania Spinosa) wächst nur in einem sehr begrenzten Gebiet im Südwesten von Marokko. Dieses Gebiet wurde 1998 von der UNESCO zum geschützten Biosphären-Reservat ernannt. Alle Versuche, den Arganbaum in anderen Regionen der Erde anzusiedeln, sind bisher gescheitert. Der Arganbaum hat bis zu 30 Meter tiefe Wurzeln und mächtig ausladende Baumkronen. Dies hilft das ökologische Gleichgeweicht der Region zu erhalten und der immer weiter fortschreitenden Versandung Einhalt zu gebieten. Der Arganbaum ist in der Lage, äußerste Trockenheit und hohe Temperaturen bis über 50 °C zu überstehen. Im Sommer und in Trockenzeiten verliert er einen Teil seines Laubes. Man nennt ihn auch „Eisenholzbaum“ wegen seines harten Holzes. Er hat eine Lebenserwartung von 250 bis 400 Jahren. Wo Arganbäume sind, findet man Ziegen auf den Ästen. Sie ernähren sich von den Blättern und knabbern das Äußere der Nüsse ab. Der Rest wird aufgelesen. Der Kern, der von den Ziegen ausgespuckten Nüsse, wird zu Arganöl verarbeitet. Inzwischen wird das Arganöl als hochwertiges Naturprodukt mit großem Erfolg vermarktet. Die Herstellung des Öles ist nach wie vor Handarbeit der marokkanischen Frauen. Sie können mit ihrer Arbeit in den Frauenkooperativen das Einkommen ihrer Familien sichern. Das Öl hat einen nuss-, moschusartigen und leicht rauchigen Geschmack. In der Küche wird vor allem das Öl aus gerösteten Nüssen für Salate und warme Speisen benutzt. Auch zu Couscous und als Frühstück (Brot-Dip) ist es beliebt. Meistens wird aber dazu Amlou, eine dicke braune Paste aus gerösteten Mandeln und Arganöl mit etwas Honig verwendet. In der Kosmetik verwendet man das native, nahezu geruchlose Öl, das direkt auf die Haut aufgetragen werden kann. Natürlich gibt es viele Kosmetik-Produkte auf Basis von Arganöl. Als Heilmittel wird es erfolgreich bei verschiedenen Erkrankungen der Haut eingesetzt. Da es Entzündungen hemmt, wirkt es gegen Neurodermitis, Schuppenflechte und Ekzeme. Es gilt als antioxidativ, desinfizierend, feuchtigkeitsspendend, pilz- und bakterienhemmend, durchblutungsfördernd, zellverjüngend und abwehrstärkend. In einer Argan-Öl-Manufaktur (Kooperative) bekommt man einen Eindruck, was es für Arbeit macht, aus den kleinen nussartigen Früchten des Arganbaumes dieses schmackhafte und gesunde Öl zu gewinnen. Im Anschluss daran hat man die Möglichkeit einzukaufen. Ich bringe mir von meinen Reisen immer mindestens eine Flasche Arganöl sowie andere diverse Produkte (Lippenbalsam, Amlou) mit. Mein tägliches Frühstück besteht schon seit Jahren aus einer Scheibe Weißbrot, das ich in Arganöl tunke. Ich kaufe aber ausschließlich in den Kooperativen oder in renomierten Shops oder Hamams. In Agadir kann ich Argan-Palast empfehlen. Es ist ein sehr gutes Hamam mit Vertrieb von marokkanischen Naturprodukten. Es heißt eben immer aufpassen! Denn auch in dieser Branche gibt es Betrüger, die gepanschtes Öl zu hohen Preisen besonders an die Touristen verkaufen wollen.
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Arganöl, das Gold der Berber

Ein Hauch von Orient in Marokko

Nur in Marokko wächst der Baum, aus dessen Fruchtkernen das Arganöl gewonnen wird. Man verwendet es als Speise-, Kosmetik- und Heilöl. Für einen Liter Öl benötigt man ca. 30 kg Früchte, der Ertrag von einem Baum und 12 Stunden Arbeit. Das Arganöl enthält lebenswichtige Fett- und Linolsäuren, Vitamine und Antioxidantien. Es gilt auch sehr verträglich bei Schuppenflechte und Neurodermitis. Es wird daher auch als Haut- und Haarpflege verwendet. Der Arganbaum ( Argania Spinosa) wächst nur in einem sehr begrenzten Gebiet im Südwesten von Marokko. Dieses Gebiet wurde 1998 von der UNESCO zum geschützten Biosphären- Reservat ernannt. Alle Versuche, den Arganbaum in anderen Regionen der Erde anzusiedeln, sind bisher gescheitert. Der Arganbaum hat bis zu 30 Meter tiefe Wurzeln und mächtig ausladende Baumkronen. Dies hilft das ökologische Gleichgeweicht der Region zu erhalten und der immer weiter fortschreitenden Versandung Einhalt zu gebieten. Der Arganbaum ist in der Lage, äußerste Trockenheit und hohe Temperaturen bis über 50 °C zu überstehen. Im Sommer und in Trockenzeiten verliert er einen Teil seines Laubes. Man nennt ihn auch „Eisenholzbaum“ wegen seines harten Holzes. Er hat eine Lebenserwartung von 250 bis 400 Jahren. Wo Arganbäume sind, findet man Ziegen auf den Ästen. Sie ernähren sich von den Blättern und knabbern das Äußere der Nüsse ab. Der Rest wird aufgelesen. Der Kern, der von den Ziegen ausgespuckten Nüsse, wird zu Arganöl verarbeitet. Inzwischen wird das Arganöl als hochwertiges Naturprodukt mit großem Erfolg vermarktet. Die Herstellung des Öles ist nach wie vor Handarbeit der marokkanischen Frauen. Sie können mit ihrer Arbeit in den Frauenkooperativen das Einkommen ihrer Familien sichern. Das Öl hat einen nuss-, moschusartigen und leicht rauchigen Geschmack. In der Küche wird vor allem das Öl aus gerösteten Nüssen für Salate und warme Speisen benutzt. Auch zu Couscous und als Frühstück (Brot-Dip) ist es beliebt. Meistens wird aber dazu Amlou, eine dicke braune Paste aus gerösteten Mandeln und Arganöl mit etwas Honig verwendet. In der Kosmetik verwendet man das native, nahezu geruchlose Öl, das direkt auf die Haut aufgetragen werden kann. Natürlich gibt es viele Kosmetik-Produkte auf Basis von Arganöl. Als Heilmittel wird es erfolgreich bei verschiedenen Erkrankungen der Haut eingesetzt. Da es Entzündungen hemmt, wirkt es gegen Neurodermitis, Schuppenflechte und Ekzeme. Es gilt als antioxidativ, desinfizierend, feuchtigkeitsspendend, pilz- und bakterienhemmend, durchblutungsfördernd, zellverjüngend und abwehrstärkend. In einer Argan-Öl-Manufaktur (Kooperative) bekommt man einen Eindruck, was es für Arbeit macht, aus den kleinen nussartigen Früchten des Arganbaumes dieses schmackhafte und gesunde Öl zu gewinnen. Im Anschluss daran hat man die Möglichkeit einzukaufen. Ich bringe mir von meinen Reisen immer mindestens eine Flasche Arganöl sowie andere diverse Produkte (Lippenbalsam, Amlou) mit. Mein tägliches Frühstück besteht schon seit Jahren aus einer Scheibe Weißbrot, das ich in Arganöl tunke. Ich kaufe aber ausschließlich in den Kooperativen oder in renomierten Shops oder Hamams. In Agadir kann ich Argan-Palast empfehlen. Es ist ein sehr gutes Hamam mit Vertrieb von marokkanischen Naturprodukten. Es heißt eben immer aufpassen! Denn auch in dieser Branche gibt es Betrüger, die gepanschtes Öl zu hohen Preisen besonders an die Touristen verkaufen wollen.
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