MoniSamira
Wer in die Wüste hineingeht, kommt als ein Anderer zurück (arabisches Sprichwort)
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Aït Ben Haddou

Wohnburg am Fuße des Hohen Atlas

Aït-Ben-Haddou (auch Aït Benhaddou geschrieben) ist eine befestigte Stadt (Ksar) am Fuße des Hohen Atlas im Südosten Marokkos, etwa 30 km nordwestlich von Ouarzazate. Der komplette alte Ortskern ist seit dem Jahr 1987 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Es wird
angenommen, dass die Stadt Ait-Ben-Haddou im Jahre 757 gegründet
wurde und ihr Gründer Ben-Haddou in seinem Grab unter dieser spektakulären Stadt begraben ist. Der aus einem alten und einem neuen Teil bestehende Ort liegt an einem Berghang am Ufer des nur im Winter und Frühjahr wasserführenden Asif Mellah. Beid Ortsteile sind hauptsächlich von Berbern des Ben-Haddou- Stammes bewohnt. Die meisten der ursprünglichen Einwohner des Ksar
von Ait-Ben-Haddou sind über den Fluss zu moderneren Häusern
gezogen. Der größtenteils aus Stampflehm oder luftgetrockneten Lehmziegeln errichtete Ksar dürfte zwischen dem 12. bis 16. Jh. erbaut worden sein. Es besteht aus mehreren eng aneinander gebauten und teilweise ineinander verschachtelten Wohnburgen (Tighremts). Es fällt auf, dass der alte Ksar von keinem Minarett überragt wird. In den von Berbern bewohnten Dörfern im Süden Marokkos gab es zwar einfache Gebetsräume, doch verzichtete man außerhalb der Städte bis ins 20. Jahrhundert auf den Bau von Minaretten. Auf der Bergkuppe oberhalb des Ksar befindet sich eine − im 17. Jh. zur besseren Kontrolle der Bevölkerung errichtete − Festung (Kasbah). Wie lange der Ort − trotz des enormen Erhaltungsaufwands für die Lehmbauten − teilweise noch bewohnt sein wird, ist nicht abzusehen. Für den Film Jesus von Nazareth wurde ein Großteil von Aït-Ben-Haddou gegen Ende der 1970er Jahre restauriert. Auch in den Jahren 2000 bis 2015 wurden umfangreiche Renovierungsmaßnahmen durchgeführt; dabei wurde eine ehemals wahrscheinlich vorhandene Stadtmauer aus Stampflehm in Teilen erneuert. Einige der Familien, die derzeit im neuen Ortsteil leben, wollen angeblich wieder umsiedeln. Manche haben kleine Geschäfte innerhalb des Ksar von Ait-Ben-Haddou und verkaufen Souvenirs an Touristen. Trotz der Touristenströme und der sich immer wieder neu einfindenden Filmschaffenden aus aller Welt ist Ait Benhaddou eine der ganz wenigen noch halbwegs gut erhaltenen Lehmbausiedlungen in Südmarokko. Bekannt wurde Aït-Ben-Haddou als Filmkulisse z.B. für den Monumentalfilm „Gladiator“ (2000) Fotos…
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Aït Ben Haddou

Wohnburg am Fuße des Hohen Atlas

Aït-Ben-Haddou (auch Aït Benhaddou geschrieben) ist eine befestigte Stadt (Ksar) am Fuße des Hohen Atlas im Südosten Marokkos, etwa 30 km nordwestlich von Ouarzazate. Der komplette alte Ortskern ist seit dem Jahr 1987 von der UNESCO als Weltkulturerbe anerkannt. Es wird angenommen, dass die Stadt
Ait-Ben-Haddou im Jahre 757 gegründet wurde und ihr Gründer
Ben-Haddou in seinem Grab unter dieser spektakulären Stadt begraben ist. Der aus einem alten und einem neuen Teil bestehende Ort liegt an einem Berghang am Ufer des nur im Winter und Frühjahr wasserführenden Asif Mellah. Beid Ortsteile sind hauptsächlich von Berbern des Ben-Haddou-Stammes bewohnt. Die meisten der
ursprünglichen Einwohner des Ksar von Ait-Ben-Haddou sind über
den Fluss zu moderneren Häusern gezogen. Der größtenteils aus Stampflehm oder luftgetrockneten Lehmziegeln errichtete Ksar dürfte zwischen dem 12. bis 16. Jh. erbaut worden sein. Es besteht aus mehreren eng aneinander gebauten und teilweise ineinander verschachtelten Wohnburgen (Tighremts). Es fällt auf, dass der alte Ksar von keinem Minarett überragt wird. In den von Berbern bewohnten Dörfern im Süden Marokkos gab es zwar einfache Gebetsräume, doch verzichtete man außerhalb der Städte bis ins 20. Jahrhundert auf den Bau von Minaretten. Auf der Bergkuppe oberhalb des Ksar befindet sich eine − im 17. Jh. zur besseren Kontrolle der Bevölkerung errichtete − Festung (Kasbah). Wie lange der Ort − trotz des enormen Erhaltungsaufwands für die Lehmbauten − teilweise noch bewohnt sein wird, ist nicht abzusehen. Für den Film Jesus von Nazareth wurde ein Großteil von Aït-Ben-Haddou gegen Ende der 1970er Jahre restauriert. Auch in den Jahren 2000 bis 2015 wurden umfangreiche Renovierungsmaßnahmen durchgeführt; dabei wurde eine ehemals wahrscheinlich vorhandene Stadtmauer aus Stampflehm in Teilen erneuert. Einige der Familien, die derzeit im neuen Ortsteil leben, wollen angeblich wieder umsiedeln. Manche haben kleine Geschäfte innerhalb des Ksar von Ait-Ben-Haddou und verkaufen Souvenirs an Touristen. Trotz der Touristenströme und der sich immer wieder neu einfindenden Filmschaffenden aus aller Welt ist Ait Benhaddou eine der ganz wenigen noch halbwegs gut erhaltenen Lehmbausiedlungen in Südmarokko. Bekannt wurde Aït-Ben- Haddou als Filmkulisse z.B. für den Monumentalfilm „Gladiator“ (2000) Fotos…
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